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Udo Kier (Schauspieler)

Sechs Fragen an

100 seiner Filme sind schlecht, findet Udo Kier. Das stört ihn aber nicht, denn er hat auch 30 gute gedreht. Und außerdem pflückt Pamela Anderson vielleicht bald für ihn Pilze.


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Was ist in Hollywood hilfreicher: Schönheit oder Naivität? Schönheit natürlich! Mit Naivität kommst du doch nicht weit.

Sie waren mit Ihrer Schönheit am Set oft nicht allein, sondern von schönen Frauen umgeben. Wer fasst sich besser an: Pamela Anderson oder Madonna? Madonna habe ich mehr angefasst. Wegen des "Sex"-Buchs mussten wir uns ja körperlich näher kommen. Und Pamela ... Ich habe ein Projekt vor, ich möchte noch mal Frankenstein spielen. Mit Pamela Anderson als meiner Assistentin, die sich als Rotkäppchen verkleidet und in Zeitlupe Pilze pflückt in den Wäldern von Thüringen. Das wird eine lustige Kitschgeschichte.

Warum haben Sie eigentlich so viele Trash-Filme gedreht? Ich habe "Shadow Of The Vampire" gemacht. Als der abgedreht war, habe ich nicht mehr an ihn geglaubt. Dann wurde er für den Oscar nominiert. Andererseits habe ich einen Film gemacht mit Timothy Hutton, der einen Oscar im Regal stehen hat. Da weiß ich doch nicht, dass das ein B-Picture wird. Ich habe mehr als 180 Filme gedreht, davon sind 100 schlecht, 50 sind okay, 30 sind gut. Ist doch ein guter Schnitt, wenn ein Schauspieler sagen kann, er hat in 30 guten Filmen mitgespielt.

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Zur Person: Udo Kier wurde 1944 in Köln geboren, heute lebt er in LA. 1966 bekam er eine erste kleine Filmrolle, Aufmerksamkeit erregte er 1970 mit der Gewaltorgie "Hexen bis aufs Blut gequält". Kier arbeitete mit Rainer Werner Fassbinder, Andy Warhol, Lars von Trier, er trat in Hollywood-Produktionen wie "Armageddon" und "End Of Days" auf, viele seiner mehr als 180 Filme sind B-Pictures.
 
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