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Action / USA 2012

Act of Valor


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Es ist bekannt, dass die amerikanischen Streitkräfte Hollywood immer gern mit Kampfgeräten und Statisten im Stahlhelm unterstützen - solange das offizielle Heldenbild nicht durch zuviel schmutzigen Realismus befleckt wird. Was lag also näher als den Spieß umzudrehen und einfach einen abendfüllenden Werbeclip bei der Filmindustrie in Auftrag zu geben - und zwar getarnt als Spielfilm (mit dem sich das Ganze dann ja auch noch sehr schön re-finanzieren lässt)? Clever, diese Jungs! Und um das Ganze noch zu toppen, hat man "Act of Valor" mit echten US Navy Seals als Darsteller bestückt - damit die Präsentation auch richtig authentisch rüber kommt. Oscarreife Schauspielleistungen sind unter diesen Voraussetzungen nicht zu erwarten, aber darum geht es ja auch nicht, sondern darum, das nationale Selbstbewusstsein zu polieren und ordentlich auf die patriotische Pauke zu hauen, damit sich die Bewerbungsbüros der Seals mit menschlichem Nachschub füllen. Beim letzten Superbowl wurde ein Clip aus "Act of Valor" gezeigt - und vom Publikum begeistert aufgenommen. Ob das im Rest der Welt ähnlich viel Enthusiasmus auslöst darf bezweifelt werden... Ach ja, eine Art Handlung hat der Film auch: Eine CIA-Agentin fliegt bei einem verdeckten Einsatz gegen ein Drogenkartell in Costa Rica auf und wird gefoltert. Auftritt der Seals mit dem Credo: Wir lassen niemanden von uns im Stich. In einem minutiös vorbereitetem Einsatz zeigen die Elitesoldaten dann, was sie können: Mit Helikoptern werden Kampfboote von einem Flugzeugträger in dem Dschungel getragen, um von einem Fluss aus eine lautlos an Land operierende Einheit zu unterstützen. Die Bösewichte haben trotz ihrer paramilitärischen Ausrüstung keine Chance. Bei dieser Aktion fällt den Seals ein Mobiltelefon in die Handy. Dessen Auswertung offenbart eine weltweite Bedrohung: eine unheilvolle Allianz aus Terroristen und Drogenkartellen, die schmutzige Atomwaffen ins "Homeland" einschleusen wollen. Gelegenheit für die Seals zu zeigen, dass ihr Netz weltweit funktioniert und es für das Böse nirgendwo Schutz gibt vor der gerechten Rache... Zugegeben, die vor allem aus subjektiver Sicht gezeigten Kampfeinsätze, besitzen eine hypnotische Faszination und sind durchaus spannend - aber damit spricht "Act of Valor" wahrscheinlich vor allem Leute an, denen auch stundenlanges Geballer mit Egoshootern Spaß macht. Die werden sich auch nicht daran stören, dass hier keinerlei Zweifel aufkommen, dass die Guten hier natürlich ausschließlich Gutes tun. Die Botschaft ist eindeutig: Wir machen die Drecksarbeit damit ihr ruhig schlafen könnt. Kritik unerwünscht.
Michael Schömburg


Start: 24.05.2012, OT: Act of Valor, Regie: Mike McCoy, Scott Waugh, Darsteller: Roselyn Sanchez, Alex Veadov, Jason Cottle u.a., 111 Min.
 
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